Wie war die Zahnmedizin?

Wie war die Zahnmedizin früher im Gegensatz zu heute?

Es gab im Mittelalter noch keine Zahnmediziner und somit wurden die Zähne von Apothekern, Hufschmieden, weisen alten Frauen, vom Barbier oder auch vom Gliedereinrenker gezogen. Für die Betäubung wurden heiße Eisenhäkchen verwendet, die allerdings auch Schmerzen verursachten. Durch den Einsatz dieser Einsenhäkchen wurde der Zahnnerv abgetötet. Diese Vorgehensweise ist nicht vergleichbar mit den heutigen Betäubungsmitteln.

Im Mittelalter glaubten die Menschen, dass die Löcher in den Zähnen durch einen Zahnwurm ausgelöst wurden. Heute wissen die Mediziner und die Menschen, dass dies nicht der Fall ist.

In der oberen Gesellschaftsschicht gab es ab dem 18. Jahrhundert die ersten „Zahnbürsten“. Diese hatten allerdings nur optisch Ähnlichkeit mit der heutigen Zahnbürste. Die ersten Zahnbürsten wurden aus Schweine- und Pferdeborsten hergestellt. Die Borsten wurden abgekocht und an einen Stil geklebt. Zum Ende des 18. Jahrhundert wurden die ersten künstlichen Gebisse aus Porzellan hergestellt.

Ab dem 19. Jahrhundert wurden künstliche Gebisse aus Kautschuk hergestellt. Der Zahnersatz aus Kautschuk war auch funktionstüchtig und wurde für die breite Masse hergestellt. Der damalige Zahnersatz ist mit dem heutigen in keinster Weise vergleichbar.

Bis zum 19. Jahrhundert haben sich nur Frauen mit der Zahnpflege beschäftigt und die Männer putzten ihre Zähne nicht. Zum Glück putzen heute sich alle Menschen die Zähne egal ob Mann, Frau oder Kind.

Ab dem 20. Jahrhundert konnte die Verbreitung von Karies durch die Herstellung von der ersten Zahnpasta eingedämmt werden. Die Zahnbürsten wurden ab diesem Zeitpunkt aus Kunststoffborsten hergestellt. Im 20. Jahrhundert wurden auch Materialien wie Gold, Silber, Keramik oder auch Kautschuk für den Zahnersatz verwendet. Zum Ende dieses Jahrhunderts kamen dann auch die ersten Betäubungsmittel, Röntgengeräte zum Einsatz. Bohrmaschinen hielten zu dieser Zeit auch ihren Einzug in die Zahnmedizin.